Zur Person

Jahrgang ’74, eine Bontempi®-Gebläse-Orgel mit sechs und das erste Konzert nur wenige Jahre später – so die Kurzfassung meiner frühen musikalischen Kindheitserinnerung. Das später einmal „Berufung“ und viele Jahre Live-Musik, Sound-Design, Soundtracks, Jingles und Auftragskompositionen dazu kommen würden, konnte man so sicher nicht planen. Und auch im Web durfte ich bereits früh schon manchen Fußstapfen hinterlassen – doch der Reihe nach …

Ausgebildet und quer abgesprungen

Zum visuellen Design zog mich der Gedanke, auch mal etwas „vernünftiges“ erlernen zu wollen. Gesagt getan: Ausbildung zum Staatlich geprüften Grafik-Design-Assistenten Anfang der 1990er Jahre, mit viel Liebe zur Typografie und schon recht früh der Überzeugung, dass Software schon bald viele Bereiche der Branche auf den Kopf stellen würde. Zur „amtlichen Prüfung“ kam es allerdings nie, denn auf diese habe ich sodann zu Gunsten eines Quereinstiegs in die damals aufblühende Welt der Informationstechnologie dankend (und bis heute ohne Reue) verzichtet. Seit 2007 habe ich’s aber „immerhin“ schwarz auf weiss: mit Segen der IHK darf ich heute selbst den beruflichen Nachwuchs zum Mediengestalter ausbilden – so ist also am Ende doch noch „was vernünftiges bei ‚rum gekommen“. ;-)

Als aus EDV die IT(K) wurde …

Die IT zog mich also in ihren Bann und um die Welt. „Länder, Menschen, Abenteuer“, so lässt sich die Zeit bis zum Ende des Jahrtausends vielleicht am besten beschreiben. Eine spannende Zeit, in der Amerika noch glaubte, mit der Comdex die größte aller Fachmessen zu bestreiten, während die CeBIT daheim mit der LoveParade um den Titel der beliebtesten Massenveranstaltung für Elektronikfetischisten kämpfte.
Als Leiter für PR & Marketing durfte ich die junge Marke „TerraTec“ viele Jahre bis an die Spitze ihrer stets eigenwilligen Medienpräsenz in Deutschland & Europa begleiten. Und auch als Musiker flossen bis zum Jahr 2000 viele meiner Ideen in die Entwicklung zahlreicher Audio-Hard- & Software-Produkte ein.

groovePark: zurück zu Hause.

Das eigene Tonstudio war mein Kindheits-Traum und Standbein für die kommenden 15 Jahre zugleich. Aufgebaut in steter Nebentätigkeit, nahm das Projekt groovePark seinen Lauf und ich vereinte unter diesem Label bis etwa 2013 alles, was sich mit „Klang-Dienstleistung“ umreißen lässt. Die weitreichende Bilanz nach eben dieser Zeit (und was ich im Bereich Audio heute so treibe) findet sich hier (und ein wenig mehr Nostalgie hier).

Die vielfältigen Jobs schwappten, nicht zuletzt mit der fortschreitenden Entwicklung des WWW, immer öfter auch über den audiophilen Tellerrand hinüber ins benachbarte Video-Lager. So blicke ich aktuell auf viele spannende Projekte mit Schwerpunkt Motion-Design zurück, die bereits in 2003 mit knackigen Messe-Trailern begannen und heute beispielsweise FRITZ!Box-Nutzern helfen, komplexe Themen wie VPN-Technik, oder auch den Anrufbeantworter in ihrem VDSL-Modem (aha?!) besser zu verstehen.

Quer durchs Web.

Bereits mit der Entwicklung des Internets von „Public Beta“ bis „Web 1.0“ habe ich mich kreativ auch mit Netz-Technologien auseinander setzen dürfen und Websites für die zahlreichen Eigenprojekte, sowie im Kundenauftrag entwickelt, gestaltet & umgesetzt. Inzwischen spreche ich fließend X(HTML) & CSS und dies – ich bin ja nun einmal Designer – im Stil hoffentlich nicht völlig akzentfrei. :-)

Kevelaer, Berlin und wieder zurück.

2014/2015 führte mich für ein Jahr vom Niederrhein ins beschauliche Berlin. Aus beruflicher Sicht war es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit: so wage ich zu behaupten, dass der kreative Hexenkessel in keiner anderen europäischen Stadt so heiß kocht, wie zur Zeit in Deutschlands Hauptstadt. Allerdings gibt es – so die nüchterne Erfahrung nach nur wenigen Monaten illustrer Alltagsrealität im Jungel der Großstadt – ganz sicher Orte auf der Welt, die weniger strapazierend auf Gehör und Blutdruck einwirken.

Nun ja … und einer davon, ist dann nun einmal die „Weihrauch-City“ Kevelaer, die mit ihren jährlich über 1 Millionen Pilgern aus aller Welt eine für meinen Geschmack völlig ausreichende Metropol-Simulation ermöglicht. Aber wie heisst es so schön: hinterher, weiss man immer mehr und wer nicht wagt wer bremst, verliert. Kurz: es war eine schöne Erfahrung, und als solche, war sie auch gedacht.

Wer fleissig bis hier gelesen hat, verdient sich ein Fleisskärtchen.

Heute, 2016 hat sich – nach auf den Monat genau 20 Jahren offizieller Selbständigkeit in all den oben genannten Bereichen – wieder viel getan. Aus zeitlichen Gründen schließe ich daher die meisten meiner freien Tätigkeiten in der Medien- und Webproduktion.

Statt dessen freue ich mich auf die kommenden Jahre, in denen ich die Möglichkeit haben werde, Entwicklungen im Bereich der digitalen Musikinstrumente voran zu treiben. Wer hierzu noch Fragen hat oder sich als Weggefährte mal wieder bei mir melden möchte: hier gehts zum Kontakt. Bis bald!